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Medizinisches Glossar

Es sind 16 Einträge im Lexikon.
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Begriff Definition
Liquor cerebrospinalis (CSF)

Der Liquor cerebrospinalis (cerebrospinal fluid = CSF) ist das sogenannte Hirn- oder Rückenmarkswasser. Diese Flüssigkeit zirkuliert in den Liquorräumen und dient dem Schutz des zentralen Nervensystems vor mechanischer Verformung und dem schnellen Druckausgleich im Liquorsystem. Die Gewinnung von Liquor zur Diagnostik erfolgt durch Lumbal-, Subokzipital- oder Ventrikelpunktion.

Liquorüberdruck-Syndrom

Das Liquorüberdruck-Syndrom erklärt die Symptomatik bei erhöhtem Hirndruck: Schwindel, Kopfschmerz, Nüchternerbrechen, Benommenheit, Stauungspapille, Abduzenslähmung (6. Hirnnerv), Reflexsteigerung, zerebellare Ataxie, Nystagmus, epileptiforme Anfälle, evtl. Zunahme des Schädelumfangs mit Sprengung der Schädelnähte und Scheppern bei Perkussion.

Liquorunterdruck-Syndrom

Das Liquorunterdruck-Syndrom erklärt sich durch eine mangelnde Produktion von Liquor cerebrospinalis. Kann als spontanes (ätiologisch unklares) und als Sekundärgeschehen (z.B. nach Verletzungen) vorkommen. Symptome: Meningismus (meningeales Reizsyndrom mit schmerzhafter Nackensteifigkeit bei Reizungen und Erkrankungen der Hirnhäute), Kopfschmerz (beim Aufrichten verstärkt, bei Jugularvenenkompression vermindert), Übelkeit bis zum Erbrechen, Licht- und Geräuschempfindlichkeit (Photo-/ Phonophobie), evtl. vegetative Labilität, niedriger Blutdruck.