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Heilmittel-Richtlinien 2. Teil PDF Drucken E-Mail
(4 Bewertungen, Durchschnitt 3.75 von 5)
Geschrieben von: Monika Wiese   
I. Maßnahmen der Physikalischen Therapie
  2. Erkrankungen des ZNS und des Rückenmarks


Die physikalische Therapie fasst medizinische Behandlungsformen zusammen, die auf physikalischen Methoden beruhen. Zu diesen Prinzipien zählen Wärme, Gleichstrom, Infrarot- und UV-Licht, Wasseranwendungen und mechanische Behandlung wie die Massage. Physikalische Therapie wird meist, aber nicht in jedem Fall von Physiotherapeuten oder Masseuren angewendet.
 
Indikation Ziel der physikalischen Therapie Heilmittelverordnung im Regelfall
Diagnose Leitsymptomatik: Schädigung, Funktionsstörung   A. Vorrangige Heilmittel
B. Optionale Heilmittel
C. Ergänzende Heilmittel
D. Standardisierte Heilmittelkombinationen
Verordnungsmengen je Diagnose
Weitere Hinweise
Erkrankungen des Gehirns
angeboren oder frühkindlich erworben vor Abschluss der Hirnreife
  • traumatisch
  • entzündlich
  • vaskulär
  • toxisch
  • tumorös
  • hypoxisch
z. B.
  • Schädelhirntrauma
  • Meningoencephalitis
  • Intrazerebrale Blutung
  • Intrazerebraler Tumor
  • Hypoxie
Behandlung im Kindesalter
-> Bei Sekundär-Symptomatik siehe dort im Heilmittelkatalog
Hemi-, Tetra-, Paraplegie/ -parese mit:
1. Zerebrale Bewegungsstörungen von Extremitäten und Rumpf
2. Muskeltonusstörungen z.B. Spastik, zentral bedingte Muskel-Hypotonie des Kindes
3. Koordinationsstörungen und Störungen der Grob- und Feinmotorik - z.B.
  • Dystonie
  • choreatisch-athetotische Störungen
  • ataktische Störungen
1. Förderung der Sensomotorik
2. Regulierung des Muskeltonus, Verbesserung oder Vermeidung von Kontrakturen
3. Koordination fördern, Förderung und Verbesserung der Grob- u. Feinmotorik
A. KG / KG n. BOBATH / VOJTA / PNF
C. Wärme- / Kältetherapie
Erst-VO: bis zu 10x/VO
1. Folge-VO: bis zu 10x/VO
2. Folge-VO: bis zu 10x/VO
Langfrist-VO: ja
Frequenzempfehlung: 2-4x wöchentlich

Indikation Ziel der physikalischen Therapie Heilmittelverordnung im Regelfall
Diagnose Leitsymptomatik: Schädigung, Funktionsstörung   A. Vorrangige Heilmittel
B. Optionale Heilmittel
C. Ergänzende Heilmittel
D. Standardisierte Heilmittelkombinationen
Verordnungsmengen je Diagnose
Weitere Hinweise
Erkrankungen des Gehirns
angeboren oder frühkindlich erworben vor Abschluss der Hirnreife
  • traumatisch
  • degenerativ
  • entzündlich
  • vaskulär
  • toxisch
  • tumorös
  • hypoxisch
  • metabolisch
z. B.
  • Schädelhirntrauma
  • M. Parkinson
  • Multiple Sklerose
  • Apoplex, Blutung
  • Umweltgifte
  • Intrazerebraler Tumor
  • Z.n. Hypoxie
Hemi-, Tetra-, Paraplegie/ -parese mit:
1. Zerebrale Bewegungsstörungen von Extremitäten und Rumpf
2. Muskeltonusstörungen z.B. Spastik, einschl. Folgeerscheinungen z.B. Kontrakturen, zentral bedingte Muskelhypotonie
3. Koordinationsstörungen und Störungen der Grob- und Feinmotorik - z.B.
  • Dystonie
  • choreatisch-athetotische Störungen
  • ataktische Störungen
1. Förderung der Sensomotorik
2. Regulierung des Muskeltonus, Verbesserung oder Vermeidung von Kontrakturen
3. Koordination fördern, Förderung und Verbesserung der Grob- u. Feinmotorik
A. KG / KG n. BOBATH / VOJTA / PNF
C. Wärme- / Kältetherapie
Erst-VO: bis zu 10x/VO
1. Folge-VO: bis zu 10x/VO
2. Folge-VO: bis zu 10x/VO
Langfrist-VO: ja
Frequenzempfehlung: 2-4x wöchentlich

Indikation Ziel der physikalischen Therapie Heilmittelverordnung im Regelfall
Diagnose Leitsymptomatik: Schädigung, Funktionsstörung   A. Vorrangige Heilmittel
B. Optionale Heilmittel
C. Ergänzende Heilmittel
D. Standardisierte Heilmittelkombinationen
Verordnungsmengen je Diagnose
Weitere Hinweise
Erkrankungen des Rückenmarks
  • angeboren
  • toxisch
  • degenerativ
  • traumatisch
  • entzündlich
  • tumurös
  • vaskulär
z. B.
  • Querschnitts-Syndrom
  • Syringomyelie
  • Spina bifida
  • ALS
  • Spinalis anterior Syndrom
  • Myelitis
1. Paresen (spastisch oder schlaff), motorisch, sensomotorisch
2. Schwellung, auch schmerzhaft
3. Störungen der Trophik
4. Störungen der Atmung
5. Darmmotilitätsstörungen
1. Regulierung des Muskeltonus, Förderung der Motorik, Sensomotorik
2. Reduktion der Schwellung
3. Stoffwechselverbesserung
4. Verbesserung der Atmung
5. Verbesserung der Darmmotilität
A. KG n. BOBATH / VOJTA / PNF
B. KG
C. Wärme- / Kältetherapie
A. MLD
C. Kältetherapie/ Elektrotherapie
A. CO2-Bäder
C. MLD/ KMT / RZT (BGM) / Wärme- / Kältetherapie
A. KG-Atemtherapie
A. RZT (CM)
C. Wärmetherapie
Erst-VO: bis zu 10x/VO
1. Folge-VO: bis zu 10x/VO
2. Folge-VO: bis zu 10x/VO
Langfrist-VO: ja
Frequenzempfehlung: 2-4x wöchentlich
-> Im Einzelfall zusätzlich zu KG nach Bobath, Vojta oder PNF weitere zwei Heilmittel ohne medizin. Begründung möglich
-> Bei Wärme-/Kältetherapie und Elektrotherapie die Ab-schwächung der Sensibilität beachten!

Indikation Ziel der physikalischen Therapie Heilmittelverordnung im Regelfall
Diagnose Leitsymptomatik: Schädigung, Funktionsstörung   A. Vorrangige Heilmittel
B. Optionale Heilmittel
C. Ergänzende Heilmittel
D. Standardisierte Heilmittelkombinationen
Verordnungsmengen je Diagnose
Weitere Hinweise
  • Periphere Paresen oder Plexusparesen
  • Nervenwurzelläsionen
  • Polyneuropathien
  • Vorderhornerkrankung des RM
-> Bei Sekundär-Symptomatik siehe dort im Heilmittelkatalog
Akute oder chronische Schwäche bis Lähmung der Extremitäten mit:
1. motorischen Ausfällen
2. trophischen Störungen
3. Schwellung, auch schmerzhaft
4. Komplexe Schädigungen
D1 Leitsymptomatik: bei führender Schädigung 1 neben 3
D2 Leitsymptomatik: bei führender Schädigung 3 neben 2
1. Förderung der Motorik, Kraft und Ausdauer
2. Stoffwechsel verbessern
3. Reduktion der Schwellung
4. siehe 1 - 3
A. KG
C. Elektrostimulation n. it- Kurve / Wärme- /Kältetherapie
A. CO2-Bäder
C. KMT / MLD / BGM / Hydroelektrische Bäder / Wärme- / Kältetherapie
A. MLD
C. Elektrotherapie / Wärme- / Kältetherapie
D1. KG
+ MLD
+ Kältetherapie
+ Elektrostimulat. n. it-Kurve / Elektrotherapie
D2. CO2-Bad
+ BGM/MLD
+ Kältetherapie
+ Elektrostimulat. n. it-Kurve
+ ggf. Elektrotherapie
Erst-VO: bis zu 10x/VO
1. Folge-VO: bis zu 10x/VO
2. Folge-VO: bis zu 10x/VO
davon Höchstverordnungsmenge der Heilmittelkombination: -> bis zu 10x
Langfrist-VO: ja
Frequenzempfehlung: 2-4x wöchentlich
-> Im Einzelfall zusätzlich zu KG weitere zwei Heilmittel ohne medizin. Begründung möglich
-> Indikation zur Durchführung der Eigentherapie mit einem Elektrostimulationsgerät prüfen

 

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