| Arnold-Chiari-Malformation (ACM) - Was ist das? |
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| Geschrieben von: Monika Wiese |
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Die ACM gehört zu den häufigsten embryonalen Entwicklungsstörungen, 8 pro 100 000, und bildet sich in der 6.-10. Schwangerschaftswoche aus. Bei der ACM kommt es zu einer knöchernen Fehlbildung des Schädelrandes und der ersten Halswirbel (Blockwirbel). Durch diese knöchernen Veränderungen findet sich unter der Schädeldecke nicht genügend Platz, für einige der hinteren Hirnanteile (Kleinhirn, Kleinhirntonsillen). Aufgrund dieses Platzmangels suchen sich diese einen neuen Platz und dieser ist dann der Übergang zwischen Schädel und Wirbelsäule. Durch das sogenannte Hinterhauptsloch , ragen dann die verdrängten Hirnanteile in den Spinalkanal der Wirbelsäule. Aufgrund der unterschiedlichen Ausprägungen wird die ACM in die Typen I, II, III, IV unterteilt.
ACM Typ I
Beim ACM I kommt es zu einer Verlagerung des Kleinhirns oder einer der Kleinhirntonsillen durch das Hinterhauptloch von mindestens 3-5 mm in den Spinalkanal.
Behandlungsmöglichkeiten beim ACM I Dekompressions OP; Erweiterung der hinteren Schädelgrube und des Hinterhauptsloches, um den Normalzustand nachträglich wieder herzustellen versucht man neurochirurgisch die knöchernen Veränderungen zu beseitigen. Durch diese OP bildet sich in den meisten Fällen dann auch eine vorhandene Syring (Zyste im Spinalkanal) wieder zurück. ACM Typ II
Beim ACM II kommt es zu einer sehr starken Verlagerung des Kleinhirns oder einer Kleinhirntonsille durch das Hinterhauptsloch mit einer Quetschung des Hirnstammes, Verlagerung des vierten Ventrikels.
Behandlungsmöglichkeiten beim ACM II
Ventrikeldrainage: Zur Ableitung von überschüssigem Liquor (Hirnwasser) aus den Hirnventrikel bei Hydrozephalus, wird in das vierte Ventrikel ein Shunt (Drainageröhrchen) implantiert, dadurch wird der entstandene Überdruck im Schädel- Hirnbereich reguliert. ACM Typ III
Beim ACM III kommt es zu einer sehr starken Verlagerung des Kleinhirns und der Kleinhirntonsillen durch das Hinterhauptsloch mit einer Quetschung des Hirnstammes, Verlagerung des vierten Ventrikels und starken Schädigungen der Hinterhirnstrukturen. Viele ACM II Kinder werden aufgrund der noch ungenügenden Erfahrungen im Auswerten der MRT Aufnahmen voreilig als ACM III eingestuft! |




















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